How ya? How’s it going? Sweet… .Die meist gehörten und gesprochen Wörter der letzten Tage.
Samstag war Saison Opening in Teblecone (TC) und ich hab meine ersten Arbeitstage hinter mich gebracht. Alles in allem, hab ich nen coolen Job - ich bin den ganzen Tag in der Sonne, köperlich aktiv (Schnee schaufeln und Rampe richten) und kann in meinen Pausen Skifahren.
Ausblick von der Basisstation mit Blick auf den Lake Wanaka – awesome!
Am 17ten gings offiziell mit meinem neuen Job als Lift Operator los. Wir hatten fast täglich Training und wer bei Lifti an die Jungs vom Feldberg denkt, die einem den Bügel hinhalten hat sich getäuscht (inkl. mir) Wir müssen morgens unsere Lifts (4er und 6er Sessel, 1 Teller-Lift und ein „Magic Carpet“) ausgiebig überprüften, d.h. Keilriemen, Schienen, Rollen, die Sessel usw., ne Checkliste ausfüllen, via Funkgerät tausend Einverständnisse einholen und dann den ganzen Tag den Lift am Laufen halten. Nebenbei wird dann bischen mit den Gästen gequatscht, wobei die primäre Aufgabe ist, die Leute den Berg hochzubekommen. Die Gespräche laufen in etwa so ab:
Steffi „How’s it going?“
Customer: „All good“
Steffi „Sweet, see ya later“
Das ist dann Customer Service
Blick auf den Sechser Sessellift – TC ist der steilste Berg in NZ, deshalb sieht man auch nicht wo der Lift endet.
Die ersten Tage war ich am sechser Lift der auch noch „Volkswagen Express“ heißt. War ganz witzig, vor allem weil ich deutsche Sätze und Kuckucksuhren auf meine Infotafel gemalt und die ganzen Österreichischen Skilehrer erstmal verdutzt in den Lift gestiegen sind. Ich bin die einzige Deutsche hier am Berg, was ich echt gut finde. Ich muss meinen Namen auch schon gar nicht mehr via Funk sagen, weil eh jeder hört, dass ich’s bin. Man fällt halt schon auf, wenn alle anderen native Speaker sind.
Heute war ich am Tellerlift, was dann schon mehr vom typischen Lifti-Job hat - den Leuten den Teller zwischen die Beine halten, den Kids erklären, dass sie sich nicht auf den Teller setzen sollen, die Snowboard-Anfänger aus dem Weg räumen und denen fünfmal erklären, wie das mit dem Liften funktioniert und nebenbei bischen mit den Skilehrern und den aufgeregten Eltern chatten. War echt cool und hat Spaß gemacht.
Morgen geht’s wieder wie gewohnt von 8 bis 16.30 Uhr los. Da der Schnee hier nicht wie bei uns bis in die tiefen Lagen fällt, sind alle Skigebiete in Neuseeland nicht direkt an Städte angeschlossen. Man muss erstmal ne gute halbe Stunde den Berg hochfahren um auf die Basis zu kommen. Für mich heißt das jeden morgen um 7 Uhr Pick up und nach Feierabend dann wieder ne Stunde mit dem Bus runter in die Stadt. Die Tage sind also ganz schön lang. Mittwochs muss ich sogar ne Stunde früher anfangen von 7-4.30, dafür hab ich Donnerstags und Freitags frei und kann meinen freien Saison Pass ausgiebig mit meinen neuen Skiern nutzen
So long – See ya!
Stef